

Liebe Leserin, lieber Leser
30 Jahre! Eine symbolische Marke, das Alter der Vernunft oder ein Neuanfang? Das Jahr 2026 markiert ein bedeutendes Jubiläum für die SEVAL. Es ist die Gelegenheit, auf die grossen Etappen unseres Verbands zurückzublicken und gleichzeitig die Herausforderungen ins Auge zu fassen, denen wir uns in den kommenden Jahren stellen müssen.
Als erster Präsident und Gedächtnis der schweizerischen Evaluation blickt Werner Bussmann auf die Zeit der Pioniere zurück, auf die zahlreichen positiven Entwicklungen und die Dynamik der SEVAL. Wir können stolz auf den zurückgelegten Weg sein, der zu einer Verankerung der Evaluation in der Schweiz geführt hat.
Der Kongress 2026 wird der Höhepunkt der Veranstaltungen und Feierlichkeiten dieses Jubiläums sein, mit dem spannenden Thema: «Evaluation und Lobbying: Wie geht die Evaluation mit Interessenvertretung und Einflussnahme um?»
Ich freue mich darauf, Sie am 27. und 28. August in Freiburg wiederzusehen… Die Anmeldung wird bald geöffnet. Reservieren Sie sich diese Daten bereits jetzt in Ihrem Kalender!
In diesem Newsletter finden Sie ausserdem ein Porträt der beiden neuen Stipendiatinnen des Nachwuchsstipendiums. Ich bin stolz darauf, dass die Jury ein Stipendium für ein Praktikum vergeben hat, zudem in einer Gemeinde in der Westschweiz. Dies zeugt von einem echten Willen, die Evaluationspraxis auf lokaler Ebene weiterzuentwickeln.
Mehrere Aktivitäten der Arbeitsgruppen haben bereits zu Beginn dieses Jahres stattgefunden: Zögern Sie nicht, diese positive Dynamik fortzuführen, uns Ihre Ideen und Initiativen mitzuteilen und Ihre künftigen Veranstaltungen im Zeichen des 30-jährigen Jubiläums der SEVAL zu gestalten.
Viel Spass beim Lesen!
Laurent Crémieux
Präsident der SEVAL
Inhalt
Aktuelles von der SEVAL
SEVAL-Kongress 2026
Der SEVAL-Kongress 2026 wird am Donnerstag, 27. und Freitag, 28. August 2026 an der HETS Freiburg stattfinden. Der Kongress widmet sich dem Thema “Evaluation und Lobbying: Wie geht Evaluation mit Interessenvertretung und Einflussnahme um?” und feiert gleichzeitig das 30-jährige Bestehen der SEVAL.
Reservieren Sie sich diese Daten bereits jetzt in Ihrem Kalender!

Die SEVAL damals, heute und künftig – Gastbeitrag von Werner Busmann
Vor 30 Jahren, am 19. April 1996, ist die Schweizerische Evaluationsgesellschaft gegründet worden.
Wie ist es dazu gekommen?
1996 war das Nationale Forschungsprogramm 27 «Wirksamkeit staatlicher Massnahmen» (NFP 27), welches Mitte der 1980er Jahre vom Bundesamt für Justiz und dort insbesondere von Luzius Mader angestossen worden war, in der Schlussphase. Ein neues Selbstverständnis bezüglich Forschungstyp (Evaluation) und Berufsgruppe (Evaluatorinnen und Evaluatoren) ist daraus erwachsen. Mehrere Personen, ich erinnere mich an Markus Spinatsch und Thomas Widmer, gaben Anstoss zur Gründung der SEVAL. Als Leiter des NFP 27 hatte ich Kontakte zu Personen aus Wissenschaft, privaten Büros und Verwaltung, die an Evaluation interessiert waren. Ich lud sie ein zur Gründung der SEVAL und leitete die SEVAL danach vier Jahre zusammen mit einer Gruppe engagierter Vorstandsmitglieder.
Unter den anschliessenden Präsidien von Andreas Balthasar, Gabriela Bardin Arigoni, Emmanuel Sangra, Stefan Rieder und aktuell Laurent Crémieux sowie ihren Vorstands-Teams hat die SEVAL sich entwickelt und konsolidiert.
Die SEVAL hat mit ihren Veranstaltungen die Möglichkeiten der Evaluation in zahlreichen Politikfeldern bekanntgemacht. Sie hat heute zehn thematisch, geographisch oder altersmässig fokussierte Arbeitsgruppen. Sie hat in Veranstaltungen, oft angestossen durch Arbeitsgruppen, wichtige Themen der Evaluation beleuchtet und dafür Akteure aus unterschiedlichen Politikfeldern und Disziplinen sowie aus Verwaltung, Wissenschaft und Politik untereinander vernetzt. Die SEVAL hat sich für Ausbildungsgänge eingesetzt und macht diese über die Webseite EvalTraining bekannt. Mit den Evaluationsstandards hat sie zur Qualitätssicherung der Evaluationen und zur Professionalisierung der Evaluatorinnen und Evaluatoren beigetragen. Zudem hat sie sich in den letzten Jahren vermehrt der Nachwuchsförderung zugewandt mit dem Prix SEVAL, mit Stipendien und mit einer Webseite mit Hinweisen auf Einstiegsmöglichkeiten für Evaluatorinnen und Evaluatoren. Seit knapp 6 Jahren verfügt sie über eine Beratungsstelle. Eine grosse Zahl von Personen hat zu diesen Erfolgen beigetragen.
Im internationalen Vergleich ist die Schweiz in der Evaluation in den letzten 30 Jahren von einem Nachzügler zu einem Vorreiter geworden in Bezug auf deren Institutionalisierung im politischen System, in Bezug auf deren Nutzung und in Bezug auf deren Professionalisierung. Die SEVAL hat zu diesen Erfolgen beigetragen und ist dadurch gestärkt worden.
Dies alles gilt es 2026 zu feiern!
30 Jahre SEVAL: dies ist auch eine Gelegenheit über die Zukunft der Evaluation in einer Zeit nachzudenken, die von Kriegen in Europa und anderswo, die von Debatten über Wahrheit und Fake, von Realitäts- und Dialogverweigerung, vom Niedergang der politischen Kultur in mehreren Ländern und von neuen, erfolgsversprechenden und zugleich bedrohlichen technologischen Durchbrüchen (KI) geprägt ist. Dabei gilt es auch die schweizerische Evaluationspraxis kritisch unter die Lupe zu nehmen und zu fragen, ob diese durch das optimale Verhältnis von Nähe und Distanz zum jeweiligen Gegenstand geprägt ist, ob sie in Zeiten derartigen Umbruchs den Anforderungen noch genügt, wo Aktivitäten abgebaut und wo neue Schwerpunkte gesetzt werden müssen.
Der SEVAL wird die Arbeit nicht ausgehen!
Werner Bussmann
Erster Präsident der SEVAL
Evaluation verständlich erklärt
Was sind Evaluationen? Was ist ihr Nutzen? Und was macht eine gute Evaluation aus? Philipp Zogg und das Kommunikationsteam der SEVAL erarbeiten gemeinsam eine Serie von LinkedIn-Beiträgen und Blogartikeln, die diese Fragen verständlich und praxisnah beleuchten. Folgen Sie uns auf LinkedIn – es geht im April los!







